Portrait-Foto von Markus Lüpertz Portrait-Foto von Markus Lüpertz

MARKUS LÜPERTZ

Allgemein

Neue Arbeiten auf Papier und Skulpturen

 

Am Ostermontag, den 6. April präsentieren der Jazzclub Regensburg und die Galerie Andrea Madesta (ehem. Galerie Peter Bäumler) Markus Lüpertz sowohl als Künstler als auch als Jazzmusiker.

Dieser einzigartige Abend beginnt um 18 Uhr mit der Ausstellungseröffnung in der Galerie Bäumler. Gezeigt werden rund 60 Arbeiten auf Papier und Skulpturen.

Um 20 Uhr tritt dann Markus Lüpertz gemeinsam mit den international bekannten Jazzmusikern der Band TTT im Leeren Beutel auf.

Karten für das Konzert sind sowohl beim Jazzclub als auch in der Galerie Bäumler erhältlich.

Vom Klavier aus leitet, inspiriert oder stört Markus Lüpertz das Geschehen auf der Bühne: kontrolliertes Chaos, aufwühlende Expressivität und fesselnde Hingabe. Stefanie Schlesinger und Wolfgang Lackerschmid werden außerdem an diesem Abend einen Ausschnitt aus ihrem Programm „Herzschmerz“ vorstellen: die beiden haben Gedichte und Texte des Autors Lüpertz vertont und werden diese in intimer Duoformation präsentieren.Die Galerie Andrea Madesta zeigt, ebenfalls ab dem 6. April, eine Einzelausstellung zum grafischen Werk des Künstlers, die um 18:00 eröffnet. In expressiver Farbigkeit entwirft Markus Lüpertz immersive Szenen voller Dynamik und bietet mit diesen eine andere, kritische Moderne zwischen Mythos und Metamorphose. Der Künstler wird selbst anwesend sein.

 

 

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Biografie

Biografie

Markus Lüpertz lebt und arbeitet in Berlin, Düsseldorf und Karlsruhe.

1941 Geboren am 25. April in Liberec, Böhmen.
1948 Flucht der Familie nach Westdeutschland (Rheydt/Niederrhein). Eine Lehre als Maler von Weinflaschenetiketten bricht er ab
1956-1961 Studium an der Werkkunstschule Krefeld bei Laurens Goosens. Studienaufenthalt im Kloster Maria Laach. Hier entstehen die „Kreuzigungsbilder“. Lüpertz arbeitet im Straßenbau und ein Jahr unter Tage im Kohlenbergbau. Aufenthalt in Paris. Weitere Studien in Krefeld und an der Kunstakademie Düsseldorf
1961 Lässt sich als freischaffender Künstler in Düsseldorf nieder
1962 Umzug nach Berlin. Entwicklung der „dithyrambischen Malerei“
1963 Erste Arbeiten der Donald-Duck-Serie“ entstehen
1964 Gründet gemeinsam mit weiteren Künstlern die Produzentengalerie Großgörschen 35 in Berlin. Zu den Gründungsmitgliedern gehören u.a. Hans-Jürgen Diehl, Karl Horst Hödicke, Wolfgang Petrick, Peter Sorge und Jürgen Zeller
1966 Veröffentlicht „Kunst die im Wege steht. Dithyrambisches Manifest“
1968 Veröffentlicht das Manifest „Die Armut des 20. Jahrhunderts wird durch die von mir erfundene Dithyrambe sichtbar gemacht“. Erste Ausstellung bei Michael Werner in Berlin
1969 Teilnahme an der Talentschau „14 x 14“ des Baden-Badener Kunsthallendirektors Klaus Gallwitz
1970 Villa Romana Preis, 1-jähriger Aufenthalt in Florenz. Es entstehen die so genannten „Deutschen Motive“
1971 Preis des Deutschen Kritikerverbandes
1973 Gastdozent und Lehrer an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Organisation der 1. Berlin Biennale. Ausstellung „Neue Bilder“, Galerie Michael Werner, Köln. Werkübersicht in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden
1974 Das Triptychon „Schwarz-Rot-Gold“ entsteht
1975 Der erste Gedichtband erscheint unter dem Titel „9 x 9“
1976-1986 Professur für Malerei an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste Karlsruhe
1977 Erste „Stil-Bilder“ entstehen. Lüpertz malt Wandbilder für das Krematorium in Ruhleben, Berlin. Lüpertz zieht wie andere (z.B. Baselitz) seine Bilder aus Protest wegen Teilnahme offizieller Repräsentanten der DDR-Malerei aus der von Manfred Schneckenburger geleiteten documenta VI in Kassel zurück
1980 Beginn des Zyklus‘ „Alice im Wunderland“
1981 Beginn der Beschäftigung mit Skulpturen. Die Gedichtsammlung „Und ich, ich spiele …“ erscheint in der Galerie Springer, Berlin
1982 Teilnahme an der von Rudi Fuchs geleiteten documenta VII in Kassel. Bühnenbild zur Oper „Vincent“ von Rainer Kunad am Staatstheater Kassel. Die Gedichtsammlung „Ich stand vor der Mauer aus Glas“ erscheint, Galerie Springer, Berlin
1983 Professur an der Sommerakademie in Salzburg. Bühnenbild für die Oper „Werther“ von Jules Massenet am Ulmer Theater. Das Bühnenbild wird noch vor der Premiere entfernt. Die Gedichtsammlung „1961 – 1983. Auswahl“ erscheint
1984 Aufenthalt in New York. Später erscheint das „Tagebuch New York 1984“ im Verlag Gachnang & Springer, Bern. Beginn des Zyklus‘ „Pierrot Lunaire“. Ausstellung in der Wiener Sezession, dort erscheint auch „Bleiben Sie sitzen Heinrich Heine“
1986 Berufung an die Kunstakademie Düsseldorf. Veröffentlichung von Texten zu Camille Corot (bedeutender französischer Landschaftsmaler) unter dem Titel „Hommage à Prévost, Berthe Morisot und Trouillebert“. Beginn der Auseinandersetzung mit antiken Themen. Entstehung der „Zwischenraumgespenster-Serie“ und der Bronzeskulptur „Titan“. Ausstellung „Belebte formen und Kalte Malerei. Gemälde und Skulpturen“, Städtische Galerie im Lehnbachhaus, München
1987 Ausstellung „Schilderijen/Bilder 1973-1988“, Museum Boymans- van Beuningen, Rotterdam
1988-2009 Rektor der Kunstakademie Düsseldorf
1989-1990 Entwürfe für die Kirchenfenster der Kathedrale von Nevers/Frankreich
1989 Retrospektive mit Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen von 1964 bis 1988 im Abbaye Saint-André, Centre d'Art Contemporain in Meymac. „Apoll“ in der Alten Oper Frankfurt am Main
1990 Lovis-Corinth-Preis der Künstlergilde Esslingen
1991 Bühnenbild zur Oper „Der Sturm“ von Frank Martin (nach Shakespeare) am Theater Bremen. Retrospektive der Jahre 1963 bis 1990 im Museo Nacional, Centro de Arte Reina Sofía, Madrid

1993 Erste Bilder der Serie „Männer ohne Frauen – Parsifal“. Gemeinsam mit Georg Baselitz und Anselm Kiefer Einladung zur Biennale in Venedig, Lüpertz lehnt zugunsten der anderen ab
1995 Ausstellung „Il mito mediterraneo“, Museum für Moderne Kunst MUSEION, Bozen/Italien
1996 Beginn der Arbeiten am „Othello“-Zyklus. Gestaltung von Bühnenbild und Kostümen für die Oper „Der Troubadour“ von Giuseppe Verdi, Deutsche Oper am Rhein, Duisburg und Düsseldorf. Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
1997 Ausstellung im Stedelijk Museum, Amsterdam. Skulpturenausstellung in der Lowe Gallery, Atlanta (GA)/USA
1998 Erstmals wird die Bilderfolge „Monte Santo“ in der Galerie Michael Werner, Köln vorgestellt
1999 Beginn des „Vanitas“-Zyklus
2000 Ausstattung des Parks von Schloss Bensberg mit einem Skulpturen-Ensemble bestehend aus 3 Werken
2001 Die Brunnenfigur „Aphrodite“, ein Geschenk er Augsburger Unternehmerin Ellinor Holland an ihre Heimatstadt, sorgt für einen veritablen Skandal. Sie steht seit 2004 vor dem Augsburger Verlagshaus. Gestaltung des umlaufenden Wandbildes „Die sechs Tugenden" im Bundeskanzleramtes in Berlin, Aufstellung der Bronzeskulptur „Die Philosophin" (1998) im Foyer dortselbst
2003 Beginn mit der Herausgabe der Kunst- und Literaturzeitschrift „Frau und Hund. Zeitschrift für kursives Denken“
2004 IV. International Prize „Julio González“
2005 Im Amman-Verlag Zürich erscheint der Gesprächsband „Der Kunst die Regeln geben“ (mit Heinrich Heil). Die Bronzeskulptur „Hommage an Mozart“ wird in Salzburg aufgestellt
2006 Verleihung des Ehrendoktorwürde „Doctor honoris causa (Dr. h.c.)“ durch die Kunstakademie Breslau
2007 Für den so genannten Makkabäerchor im südlichen Querhaus der Kölner Dominikanerkirche St. Andreas entstehen 7 Fenster. 2010 folgend 5 Fenster im gegenüberliegenden nördlichen Marienchor. Vor der Unternehmenszentrale der Deutschen Post AG (Post Tower) in Bonn wird die Skulptur „Mercurius“ aufgestellt
2009-2010 Ausstellung „Hauptwege und Nebenwege. Eine Retrospektive. Bilder und Skulpturen von 1963 bis 2009“ in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, die bislang umfangreichste Einzelausstellung zum Werk von Markus Lüpertz
2010 Aufstellung der 18 Meter hohen und 23 Tonnen schweren „Herkules“-Skulptur (aus Aluminium) auf einem ehemaligen Zechenförderturm im Nordsternpark, Gelsenkirchen. Ausstellung „Metamorphosen der Weltgeschichte“, Albertina, Wien
2011-2012 Ausstellungstournee „Sagenhaft“, Horst-Janssen-Museum, Oldenburg. Weitere Stationen sind die Kunsthalle Jesuitenkirche, Aschaffenburg, die Stadtgalerie Klagenfurt und die Kunsthalle Dominikanerkirche in Osnabrück. Ausstellung „Der Morgen oder Hölderlin“ in der Galerie Breckner, Düsseldorf
2012 Aufstellung der Skulptur „ Der Morgen oder Hölderlin“ vor dem Deutschen Haus in London anlässlich der Olympischen und Paralympischen Spiele
2013 Ausstellung „ Unruhe im Olymp“ im Günter Grass Haus Lübeck. Aufstellung der Skulptur „ Der Morgen oder Hölderlin“ vor der Eremitage in St. Petersburg

2014 Ausstellung in der Eremitage Sankt Petersburg
In Vorbereitung für 2015 u.a. Ausstellung Markus Lüpertz – Arnulf Rainer, Arnulf-Rainer-Museum Baden b. Wien; Retrospektive im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris

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